Europa unterwegs

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Migranten und Reisende als Mittler interkultureller Transfers

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Flüchtlingstreck in Richtung Deutschland, s/w-Foto 1944, Quelle: Bundesarchiv in Wikimedia Commons

Vom wandernden Handwerksgesellen bis zum Computerspezialisten, vom Pilger zum Pauschaltouristen – Europa war und ist ein Kontinent in Bewegung. Im Mittelpunkt dieses Themenstrangs stehen zwei Gruppen, die im ständigen Kontakt mit dem Fremden mehr als nur eine punktuell oder individuell wirksame Mittlerrolle in Kulturtransferprozessen innehatten, nämlich Migranten und Reisende. Ob bewusst oder unbewusst, diese Migranten und Reisenden transportierten immer etwas mehr als das offensichtlich zu Erwartende, seien es Waren, Nachrichten, Essgewohnheiten oder Ideen. Häufig waren sie auch über den bloßen Transport hinaus an Transferprozessen beteiligt. Indem sie eigene Erfahrungen und Deutungen einbrachten, erweiterten oder beschnitten sie die Inhalte (Objekte, Diskurse oder Praktiken) des Transfers. Der Themenstrang stellt die verschiedenen historischen Formen der Grenzüberschreitung und die mobilen Mittler vor, die Transferprozesse anstießen, weitertrugen oder auch blockierten.

Threads im Kontext

Beispiele

Migrationen von europäischen Juden, die als Angehörige einer transterritorialen Diaspora eine wichtige Rolle als interkulturelle Mittler spielten, haben Europa in besonderer Weise geprägt. Der Überblick Jüdische Migration wirft dabei auch die Frage auf, ob solche Wanderungsbewegungen vorwiegend das Resultat von Verfolgung und Diskriminierung waren oder ob wirtschaftliche Motive im Mittelpunkt standen.
Die zugehörigen Basiselemente Sephardische Juden, Aschkenasische Juden sowie Ost- und südosteuropäische Juden gehen genauer auf die (Migrations-)Geschichte dieser jüdischen Bevölkerungen und ihre Kontakte mit den aufnehmenden Gesellschaften ein.