Europäisierungen

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PublishedErschienen: 2010-12-03
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    Prozesse, die zur europäischen Kultur im Singular führten, können unter dem Begriff der Europäisierung zusammengefasst werden. Die meisten Europäisierungsprozesse erstreckten sich über einen längeren Zeitraum, beschleunigten sich aber seit der Sattelzeit. Sie begründen Kohärenzen, die die Vielfalt zusammenhalten. Aus der Rückschau lässt sich erstmals die Ausbreitung der griechisch-römischen Kultur als Europäisierungsprozess einordnen. Kulturelle Impulse lassen sich in der weiteren Folge aus allen Himmelsrichtungen feststellen, wenn auch ihr Gewicht ungleich war. Im 16. Jahrhundert strömte ein wesentlicher Teil der kulturellen Impulse über Italien oder die atlantischen Länder nach Europa. Die schnelle Verteilung von Gütern, Ideen oder Modellen in weiten Teilen Europas relativiert allerdings die Bedeutung der geographischen Verortung. Erst mit der Aufklärung wird Europa in einen West-Ost-Takt gebracht, der schließlich mit dem Demokratisierungsschub in den ostmitteleuropäischen Ländern ab 1989 neu getaktet wurde.

    InhaltsverzeichnisTable of Contents

    Begriffe

    Die Rede von der europäischen Kultur setzt eine Reihe von Verbreitungs- und Vereinheitlichungsprozessen voraus, die im Ergebnis zu einer Kultur im Singular führen. Das besagt nicht, dass alles einheitlich wurde; Kultur im Singular und Vielfalt bzw. Diversität vertragen sich ohne weiteres.1 Jene Prozesse, die zur europäischen Kultur führten, können unter dem Begriff der Europäisierung zusammengefasst werden.2 Grundsätzlich empfiehlt sich eine Unterscheidung zwischen großen und kleinen Europäisierungsprozessen. Dabei handelt es sich um eine zwar simple, aber doch zur groben Orientierung nützliche Unterscheidung. Die großen Europäisierungsprozesse entsprechen vielfach den Kernmerkmalen, die zur Bezeichnung von Epochen ausgewählt wurden, wie z. B. Renaissance, Barock oder Aufklärung. Kleine Europäisierungsprozesse entstehen im Zusammenhang mannigfacher kultureller Transfers, in deren Verlauf Kulturgüter durch das Hin und Her der Transfers rundgeschliffen und für unterschiedlichste Kontexte passfähig gemacht werden. Viele Objekte, Begriffe, Küchengerichte, Getränke, Einrichtungsgegenstände usw. des Alltags in sind Ergebnisse solcher Vorgänge.3

    Von den innereuropäischen Europäisierungsprozessen ist das, was einmal "Europäisierung der Erde" genannt wurde, zu unterscheiden.4 Es bestehen Zusammenhänge und Querverbindungen, aber die Europäisierung der Kolonialgebiete ist mit den innereuropäischen Vorgängen nicht ohne weiteres vergleichbar. Außerdem sind die nationalen Prägungen der kolonialen Akkulturationen nicht zu übersehen; sie waren nicht einfach europäisch, sondern zunächst einmal portugiesisch, spanisch, englisch, französisch, niederländisch, italienisch, deutsch oder russisch.

    Es stellt sich die Frage, ab wann von Europäisierungen gesprochen werden kann und wieweit sie reichten? Da Kultur einen dynamischen Begriff darstellt, kann nicht von einer unveränderlichen Bezugsgröße namens Europa ausgegangen werden. Einen geographischen Begriff zugrunde zu legen, ergibt in diesem Zusammenhang keinen Sinn, auch wenn bis vor zwei, drei Jahrzehnten oft so verfahren wurde. Naturgegebenheiten wie der und der haben in Bezug auf die "Grenzen" einer Kultur, der europäischen Kultur, keine wirkliche Aussagekraft. Weder Berge noch imposante Ströme haben je in der Geschichte kulturelle Ausbreitungen verhindert, sondern sie allenfalls verlangsamt oder behindert. Der geographische Europa-Begriff erweist sich in Bezug auf Kultur als unbrauchbar; die Geographie präjudiziert nicht die Ausdehnung einer Kultur. Es gibt in diesem Sinn keinen Kontinent Europa, der sich mit einer bestimmten Kultur angefüllt hätte. Vieles, was wir spontan als europäisch bezeichnen würden, reicht nicht bis zum Ural, anderes reicht darüber hinaus oder ist längst Teil einer globalen Kultur. Der geographische Begriff kann gleichermaßen zu klein und zu groß sein.

    Historisch muss in Rechnung gestellt werden, dass die Zeitgenossen der jeweiligen Epochen gleichwohl einen geographisch fundierten Begriff von Europa hatten, der möglicherweise ihr Handeln bestimmte und damit implizit Europäisierungsprozesse steuerte. Es ging ihnen nicht anders als heute der (EU), die über ihre künftigen Grenzen nachdenkt und dabei Europa und EU im Grunde in eins setzt. Die historische Entwicklung der kulturellen Referenz Europa beweist dies zur Genüge.

    Die Frage nach dem "Wann?" "Wie?" und "Wieweit?" von Europäisierungsprozessen kann eigentlich nur kulturgeographisch gelöst werden, indem untersucht wird, welche kulturellen Struktureme sich wo finden. Dieser heuristische Ansatz, der bisher nur unzureichend ausgeführt wurde, bedarf darüber hinaus einer parallelen Analyse der Struktureme hinsichtlich ihrer Qualität als europäische Kultureme.5 Sie müssen mit Europa identifiziert werden. Wir tun das in der Gegenwart nach unseren Maßstäben und Interessen, das heißt aber nicht, dass die Zeitgenossen einer bestimmten Epoche auf dieselben Maßstäbe zur Identifizierung als "europäisch" zurückgriffen. Es ist aufschlussreich zu beobachten, dass Karten zur Verbreitung der Romanik und Gotik – und niemand würde bestreiten, dass es sich hier um zwei große Europäisierungsprozesse handelte – sowohl wie das außer Acht lassen.

    Die meisten der großen Europäisierungsprozesse erstreckten sich über einen längeren Zeitraum, aber mit der allgemeinen Beschleunigung seit der Sattelzeit wurden die Intervalle und deren Dauer kürzer. Vorausgesetzt ist, dass Europäisierungen zu dauerhaften Ergebnissen führen, die als gegenwärtig wirksame Grundlagen eingeordnet werden können. Historisch gesehen begründen sie Kohärenzen, die die Vielfalt zusammenhalten. Daher reicht ein kulturgeographischer Ansatz nicht aus. Auch Konflikte und Debatten, Ideen und Philosophien sowie strukturelle Prozesse wie die Nationsbildung oder, historisch-anthropologisch, Familienstrukturen, machen Europäisierungen aus. Am sinnvollsten erscheint es, Europäisierungen als Kommunikationsvorgänge zu verstehen.

    Geschichte der Europäisierungen

    Aus der historischen Rückschau heraus lässt sich erstmals die Ausbreitung der antiken römischen Kultur im Zuge der Ausdehnung des als Europäisierungsprozess einordnen. Darüber darf jedoch nicht vergessen werden, dass es "den Römern" nicht um eine Europäisierung ging. Diese Europäisierung erfasst freilich nur einen Teilraum südlich des Limes. Andererseits findet derselbe kulturelle Prozess auch in Regionen statt, die üblicherweise nicht zu Europa gerechnet werden wie der südliche und östliche Teil des mediterranen Raums. Die römische Kultur ist eine Mittlerkultur; sie vermittelt nicht zuletzt auch die griechische bzw. hellenistische Kultur weit nach Europa hinein. Entscheidend war die Ausdehnung der römischen Kultur auch für die Verbreitung des Christentums, das allerdings nicht als einheitlicher Europäisierungsprozess einzustufen ist. Über wird leicht die Bedeutung keltischer Kulturen in Europa vergessen. Sie bildeten offenkundig einen regionsübergreifenden Handels- und Austausch-, also Kommunikationsraum, der ebenso wie große Teile des römischen Imperiums in der sogenannten Völkerwanderungszeit durch einen neu entstehenden kulturellen Zusammenhang verwandelt wurde.

    Bis Mitte des 15. Jahrhunderts gibt es Wellen der Kulturalisierung und deren Zurückdrängung, die einen nur eingeschränkten Gebrauch des Begriffs der Europäisierung zulassen. Große Teile Europas werden von Rom beherrscht, aber nicht alle. Außerdem teilt sich das Reich in - und . Beide nehmen eigenständige Entwicklungen, ohne sich völlig fremd zu werden. Das Christentum breitet sich kontinuierlich aus, aber es entwickelt sich in Richtung verschiedener Kirchen bis hin zum Schisma von 1054. Innerhalb der Großkirchen bilden sich regionale Kirchen wie im Bereich der Orthodoxie oder "Sekten" wie im Bereich der katholischen Kirche aus, die sich oft über lange Zeit halten und viele Menschen ansprechen. Die katholische Form des Christentums wird mehr als einmal insbesondere durch Orden erneuert. Die Verbindungen zum georgischen, armenischen, kappadokischen, koptischen etc. Christentum sind zu schwach bzw. werden durch die historischen Zeitläufte unterbunden, als dass über das Christentum eine bestimmte europäische Kultur im Singular entstehen würde. Was die verschiedenen Formen des Christentums allerdings leisten, ist die Einbeziehung Europas in die Heilsgeschichte. Der Raum wird mit Reliquien, vorzugsweise aus dem Heiligen Land, durchdrungen und durch Orden und Klöster in spiritueller wie materieller Hinsicht erschlossen. Klöster sind Orte der Schriftlichkeit und Überlieferung, vor allem auch Orte der christlichen Erzählungen (Heiligenviten etc.), die das in der Bibel nicht vorkommende Europa auf diesem Weg zum Teil der Heilsgeschichte werden lassen.

    Der Islam erreicht Europa, wird aber noch im späten Mittelalter auf der Zug um Zug zurückgedrängt. Trotz aller Transfers durch Muslime nach Europa entsteht zunächst keine nachhaltige islamische Kulturalisierung Europas.

    Das karolingische Reich scheint ein Kulturmodell auszubilden, das sich nicht nur durch die explizite Anknüpfung an das antike Rom auszeichnet, sondern auch durch die Verbindung von Christentum, Bildung, Schriftlichkeit, Kommunikation usw. Dennoch ist das Reich zu klein und politisch auf die Dauer zu schwach, um das Kulturmodell umfassend auf ein größeres als das karolingische Europa auszudehnen.

    Im Verlauf des Mittelalters entstehen mehrere Verdichtungsräume, die eng mit dem Handel und Austausch von Gütern verbunden sind. Sie hängen daher auch eng mit den Meeren zusammen: der Ostsee-Hanseraum, der Mittelmeerraum, der sich im Licht der Seehandelsmächte , u.a. weniger als einheitlicher denn als pluraler Raum darstellt,  sowie zunehmend der . Auf dem Kontinent entsteht in , das in etwa mit dem gleichzusetzen ist, eine verdichtete Infrastruktur aus Handelsstraßen und Wasserwegen, an die rundherum regionale Verkehrsnetze anschließen. Dies fördert tausende von kulturellen Transfers, die im Detail nicht erforscht sind und deren Reichweite – sprich: Europäisierungseffekt – schwer zu ermessen ist.

    Klarer als Europäisierungsprozess sind Romanik und Gotik erklärbar. Es handelt sich dabei nicht nur um Baustile sakraler und weltlicher Gebäude, sondern um komplexe Konstruktionen der Lebenswelten.

    Um die Mitte des 15. Jahrhunderts gibt Europa dennoch kulturell ein sehr buntes Bild ab. Es sind vor allem die dynastischen Verflechtungen, die Europa zu Europa machen. Diese Behauptung wird erstmals zutreffend mit der Renaissance, bei deren europaweiter Ausbreitung die Höfe eine zentrale, wenn auch nicht die alleinige Rolle spielen.6 Die Renaissance erreicht den Osten, erreicht , eher als den Norden, aber auch dorthin wird sie vermittelt. Kulturkartographisch schiebt sich beginnend mit der Romanik über die Gotik zur Renaissance Europäisierung immer weiter nach Osten. Da in der Renaissance die Religion nicht mehr den Primat vor anderen großen Fragen beansprucht, eignet sie sich weitaus besser für Europäisierung, da die lebensweltliche Konstruktion, die sie bedeutet, nicht an eine einzige Religion bzw. Konfession gebunden ist. Weitere kulturelle Institutionen drücken Europäisierungen aus: die Universität, der Buchdruck, das römische Recht, die zwar nicht unabhängig von Religion sind, aber als kulturelle Institutionen Brückenfunktionen im religiös-konfessionellen Bereich übernehmen können, da sie kompatibel sind.

    Mit der italienischen Renaissance entsteht ein Kulturmodell7, das in gewisser Weise für eine grundlegende Modernisierung stand und dessen Aufgreifen Modernisierungsvorteile versprach. Mit der Renaissance und diesem Kulturmodell änderte sich die Art von Europäisierung. Es sind Aspekte der künftigen Entwicklung eines Gemeinwesens, die die Sinne für nachahmenswerte Kulturtechniken schärfen, weil es um die Positionierung des Gemeinwesens im politisch-ökonomischen System Europas geht.

    Mehr als Anderes zuvor führt die Renaissance zu einer europäischen Vereinheitlichung. Im Gegenzug bereitet die europäische Expansion, an der nur bestimmte Länder direkt teilnehmen, eine neue "Enteinheitlichung" vor. Die Atlantikanrainer stellen ihre Wirtschaft stärker auf Seehandel um, Mitteleuropa bewahrt sich vorläufig den Charakter einer riesigen, auf Städten basierten Handelsregion, während sich nach und hin eine auf Gutsbesitz und Landwirtschaft gestützte Ökonomie nicht nur behauptet, sondern noch verfestigt. Das bleibt langfristig nicht ohne Folgen für die Begrenzung von Europäisierungsvorgängen.8

    Die frühneuzeitlichen Jahrhunderte sind von widersprüchlichen Europäisierungsprozessen charakterisiert. Nationales Denken, vor allem auch nationales Geschichtsdenken, das im Humanismus wurzelt, nationales Handeln, die Entwicklung der Monarchien zu nationalen Gebilden, schließlich die Entstehung der Nation und des Nationalstaats mit der Französischen Revolution manifestieren sich überall in Europa, sind also Folge der Europäisierung bestimmter politisch-kultureller Vorstellungen, führen aber zugleich zu einer "Zerteilung" Europas in national bestimmte Kulturen. Auf der anderen Seite europäisieren die großen Ideenströme und praktischen Politiken Europa mehr denn je: der Absolutismus als Regierungsform und Modernisierungskraft, die zunehmende Bedeutung empirischer (Natur-)Wissenschaften, die Ablösung der ständischen durch die bürgerliche Gesellschaft, "die" Aufklärung, die Renaissance der klassischen griechischen Kultur, die zur Klassik des 18. Jahrhunderts und im in Verbindung mit den politischen Entwicklungen auf dem , zum Philhellenismus des 19. Jahrhunderts führt, und vieles mehr.

    Eine wichtige Rolle spielt dabei das französische Kulturmodell, das bis bzw. Moskau und reichte.9 Ähnlich wie das vorangegangene italienische Kulturmodell bündelte es Modernisierungsfaktoren, seine Nachahmung oder Übernahme versprach Modernisierungsgewinne. Es verband sich ebenso mit der Idee der perfekten Monarchie, die den eigentlichen Kern des Absolutismus ausmachte, wie mit der Aufklärung, die in in Gestalt der Encyclopédie, gewissermaßen als Idee und publizistische Tat, ein unverwechselbares Signum erhielt.

    Zu den nachhaltigsten Europäisierungen gehörten die Debatten um den verfassten Staat, um die Verfassung, um die Volkssouveränität und um die Grund- und Menschenrechte. Diese Debatten wurden überall geführt. Die politischen Implementierungen fielen sehr unterschiedlich aus, aber kein Staat blieb von der Debatte ausgenommen, damals und später. Die Aufklärung brachte ein agenda setting mit sich, das bis heute fortwirkt. Selbst wenn die Traditionen des Rechtsstaats, der rechtsstaatlichen Verfassung und der Garantie von Grund- und Menschenrechten, in die Frühe Neuzeit, das Mittelalter und die Antike zurückreichen, so stammt die unzertrennliche Verbindung des Staats-und Verfassungsbegriffs damit aus der Aufklärungs- und Revolutionsepoche. Diese Agenda ist mit vielen Rückschlägen im 19. und 20. Jahrhundert erst im Zuge der politischen Wende von 1989 (dem Fall des Eisernen Vorhangs) bis auf wenige "Reste" europaweit ausgeführt worden und stellt ein bezeichnendes Beispiel für eine sich lang hinziehende Europäisierung dar.

    Die Aufklärungsdebatte um die Judenemanzipation bildet in vieler Hinsicht eine historische Verkehrskreuzung für mehrere Europäisierungen. Im 18. Jahrhundert lebten Juden trotz wiederholter Vertreibungen in den vorigen Jahrhunderten überall in Europa. Diskriminierende Verordnungen hatten sie in ganz bestimmte Wirtschaftssegmente abgedrängt, wo sie allerdings im Lauf der Zeit eine für das Funktionieren der europäischen Wirtschaft unentbehrliche Funktion einnahmen (Finanzierung, Handel mit unterschiedlichsten Gütern, persönliche regionenübergreifende Netzwerke, die jüdische und nicht-jüdische Netzwerke in Verbindung brachten, etc.). Immer gab es auch eine intellektuelle Debatte zwischen jüdischer und christlicher Gelehrsamkeit, die in der christlichen Perspektive zwar im Kontext von Antijudaismus stattfand, aber von diesem keineswegs durchgängig geprägt wurde. Ein Christ wie Sebastian Münster (1488–1552) konnte im 16. Jahrhundert zum bedeutendsten Hebraisten seiner Zeit werden. Im 18. Jahrhundert nun wurden durch die Aufklärung viele neue Brücken gebaut; gerade die deutsche Aufklärung verdankte der jüdischen Aufklärung, wie Moses Mendelssohn (1729–1786)k sie vertrat, außerordentlich viel.10 Die rechtliche Emanzipation der Juden, zuerst im revolutionären Frankreich, im Lauf des 19. Jahrhunderts auch auf dem übrigen Kontinent, ermöglichte eine kulturelle métissage – der Begriff scheint besser geeignet als Assimilation bzw. Symbiose –, die der Modernisierung Europas im 19. Jahrhundert zugutekam.11 Dieser Europäisierungsprozess wurde durch den Antisemitismus des späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber vor allem durch den Genozid an den Juden im Zweiten Weltkrieg rückgängig gemacht und aufgelöst.

    Mit der Französischen Revolution beginnen sich die Europäisierungsprozesse zu überschlagen. Ob in politischer, rechtlicher, industrieller, technischer, wissenschaftlicher, künstlerischer, literarischer oder musikalischer Hinsicht, das 19. Jahrhundert wurde trotz fortschreitenden Nationalismus zu einem der europäischsten Jahrhunderte in Europas Geschichte. Am besten drückt sich dies im Übrigen im eklektizistischen Baustil der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus, der alle Epochen seit der Antike evoziert und vergegenwärtigt – in allen großen und kleinen Städten des Kontinents. Diese Europäisierung Europas gipfelt in der Moderne um 1900 und im Jugendstil. Dies gilt trotz des Imperialismus, der in seinen europäischen Rückwirkungen zusammen mit dem Nationalismus eher Enteuropäisierungsprozesse in Gang setzte. Die Moderne um 1900 muss auf der Folie eines faktisch existierenden Wirtschaftsraums Europa gesehen werden.

    Um 1900 war Europa somit nicht ohne Alternativen: Es konnte konnte weiter  den Weg von Europäisierungen beschreiten oder weiter auf dem Weg von Enteuropäisierungen gehen. Beschritten wurde der zweite Weg, sodass der Erste Weltkrieg hinsichtlich der Enteuropäisierung Europas sehr viel einschneidender wirkte als der folgende Weltkrieg. Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg standen die ersten europäischen Strukturen (Organisation for European Economic Co-operation [OEEC], Pakt, Europarat), während in der Zwischenkriegszeit in dieser Hinsicht politisch und ökonomisch nichts zustande gebracht worden war.

    Einigung Europas als Europäisierung?

    An diesem Punkt gilt es, eine andere Sache auf ihren Europäisierungscharakter hin zu untersuchen. Gemeint ist die Idee eines politisch einigen Europas. Über den Zeitenlauf hinweg können zwei Haupttendenzen unterschieden werden: eine Einigung Europas unter einer europäischen Universalherrschaft sowie die Etablierung eines politischen Systems, gestützt auf gemeinsame Institutionen, die Frieden herstellen und bewahren. Die Europäische Union passt nicht in dieses historische Schema. Die Idee der europäischen Universalmonarchie findet sich im Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert sowohl in der Papstkirche wie im Kaisertum, ebenso die Bestrebung, die Idee zu realisieren. Kaiser Karl V. (1500–1558) war vorerst der letzte, der mit Nachdruck an einer solchen Universalherrschaft, deren Erstreckung bekanntermaßen über Europa hinausging, baute. Spätere wie Napoleon (1769–1821) europäisierten Europa nur scheinbar durch den Versuch, eine Universalherrschaft zu errichten. Napoleon sorgte für eine Zerschlagung der großen Reiche und die Gründung einer Vielzahl konstitutioneller Staatswesen, teils als konstitutionelle Monarchien, teils als konstitutionelle Republiken. Außerdem führte der vom napoleonischen Frankreich ausgehende Machtdruck zu Europäisierungen auf rechtlichem, administrativem, militärischem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem und infrastrukturellem Gebiet. Adolf Hitler (1889–1945) kann nicht in diese Perspektive eingeordnet werden, wie es manchmal getan wird. Die in der europäischen Kollaboration verbreitete Meinung, man müsse Europa mit dem Schwert einigen, wenn es nicht anders ginge, und dies sei die historische Aufgabe Hitlers, verkannte seine Intentionen und den Umstand, dass seine Politik außerhalb des europäischen Zivilisationsrahmens stand.

    Die andere Tendenz entwickelte sich seit dem 14. Jahrhundert und enthielt die Kernidee, Institutionen zu schaffen (europäischer Rat, europäisches Schiedsgericht und anderes), in denen die europäischen Staaten ihre Konflikte friedlich nach festgelegten Regeln lösen könnten. Vorrang hatte das Ziel, die Kriege zwischen diesen Staaten zu beenden und für die Zukunft zu unterbinden. In diesem Zusammenhang entwickelte schon Erasmus von Rotterdam (1469–1536) im frühen 16. Jahrhundert  die Idee von der Friedensdividende, die allen Menschen in Europa zugutekäme. Die wichtigsten Beiträge zu dieser Tendenz entstanden im 18. Jahrhundert unter dem Stichwort "ewiger Friede" (Abbé de Saint-Pierre (1658–1743), Immanuel Kant (1724-1804) u.a.). Sie wurde im 19. Jahrhundert im Zuge der Schaffung von Nationalstaaten aktualisiert und lebt bis heute fort als Idee von den "Vereinigten Staaten von Europa".

    Die Pläne zu europäischen Institutionen bedeuten für sich allein genommen nicht zwangsläufig Europäisierung, allerdings bieten sie Möglichkeiten, den notwendigen stabilen Rahmen hierfür zu schaffen. Mitglieder dieser Institutionen sollten die Staaten, also Völkerrechtssubjekte, sein. Die Mitgliedschaft bedeutete, sich bestimmten gemeinsamen Regeln zu unterwerfen, also sich zu einer bestimmten politischen Kultur zu bekennen. Immanuel Kant machte dies überaus deutlich, als er als Voraussetzung für einen ewigen Frieden die Rechtsstaatlichkeit der Vertragsstaaten postulierte. Dieser Grundgedanke hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den europäischen Institutionen durchgesetzt.

    Unter diesen Institutionen ist die Europäische Union, ihrerseits das Resultat einer Reihe von Vorgängerinstitutionen und Verträgen, der nachhaltigste Ausdruck einer neuen Qualität von Europäisierung seit dem Zweiten Weltkrieg. Intellektuell vorbereitet in der Zwischenkriegszeit und anschließend von vielen Widerstands- und Exilgruppen, wird diese Europäisierung europäische Integration genannt. In vieler Hinsicht ähnelt die europäische Integration dem Muster der nationalen Integration, während ihr institutioneller Ausdruck, die heutige EU, nicht dem Nationalstaatsmodell, sondern einem Unionsmodell folgt. Unionen hat die europäische Geschichte viele gekannt, ihre Rechtsformen waren (und sind) sehr unterschiedlich und weniger festgelegt als die des Nationalstaats oder der Staatenföderation.

    Zum Abschluss ist zu fragen, ob die Europäisierungen im Lauf der Geschichte bestimmten Mustern folgten. Gemeint ist vor allem das in der Literatur oft bemühte Muster einer West-Ost-Ausrichtung. Dies gilt wahrscheinlich und vor allem für die Industrialisierung, sicherlich auch für die Aufklärung, die sich in und sowie Frankreich zuerst manifestierte. Auf sehr lange Sicht stellt sich die Geschichte eher so dar: Zuerst erreichten zahlreiche kulturelle Transfers aus dem und das antike . Die griechische bzw. hellenistische Kultur wurde von den Römern aufgenommen und als Mischkultur weiter in den Mittelmeer- und in den europäischen Raum vermittelt. Die Zuwanderungen in der Spätzeit des Imperiums aus dem Norden und Osten führte zu teilweisen neuen Mischkulturen und deren langsamer Sedimentierung im Mittelalter. Kulturelle Impulse lassen sich in der weiteren Folge aus allen Himmelsrichtungen feststellen, auch wenn ihr Gewicht ungleich ist. Unter dem Druck des auf Expansion gerichteten und der gleichzeitigen Entfremdung des Ostens Europas (Moskau) im 16. Jahrhundert sowie der Westexpansion , und weiterer atlantischer Länder strömt die Masse der kulturellen Impulse über oder über die atlantischen Länder nach Europa. Die schnelle Verteilung von Gütern und Ideen sowie kleineren oder größeren Modellen in weiten Teilen Europas relativiert allerdings die Bedeutung geographischer Verortungen der kulturellen Impulse, die am Beginn von Europäisierungen standen. Erst mit der Aufklärung wird Europa in einen West-Ost-Takt gebracht. Man ist geneigt anzunehmen, dass dies durch den Eisernen Vorhang verstärkt worden sei, aber diese Schlussfolgerung könnte voreilig sein. Dass es zur folgenreichen Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) kam, war auch ein Verdienst von wie . Die demokratischen Impulse zur Europäisierung der Demokratie kamen aus den ostmitteleuropäischen Ländern selbst, und der Demokratisierungsschub ab 1989 gab den Europäisierungen einen neuen Ost-West-Takt.

    Europäisierung fand und findet mittels der Europahistoriographie statt, deren erste Beiträge auf das späte 15. und das 16. Jahrhundert zurückgehen, die im engeren Wortsinn aber erst ab dem 18. Jahrhundert besteht und auch erst seit diesem Jahrhundert europaweit gelesen wurde.12 In Verbindung mit der Kulturgeschichtsschreibung der Aufklärung wurde die Vorstellung von der europäischen Kultur im Singular entwickelt. Ihre historische Entwicklung erhielt eine Chronologie; sie wurde als Fortschrittsgeschichte interpretiert. Letzteres stellt heute kein Forschungsparadigma mehr dar, dafür wird in allen Sprachen und Ländern Europas versucht, Europäische Geschichte zu schreiben.

    Wolfgang Schmale, Wien

    Anhang

    Literatur

    Beaurepaire, Pierre-Yves: Le mythe de l'Europe française au XVIIIe siècle: Diplomatie, culture et sociabilités au temps des Lumières, Paris 2007.

    Bourel, Dominique: Moses Mendelssohn: La naissance du judaïsme moderne, Paris 2004.

    Braudel, Fernand: Modell Italien 1450–1650, Stuttgart 1999.

    Compagnon, Antoine u.a. (Hg.): L'Esprit de l'Europe, Paris 1993, vol. 1–3.

    Dmitrieva, Marina: Italien in Sarmatien: Studien zum Kulturtransfer im östlichen Europa in der Zeit der Renaissance, Stuttgart 2008.

    Duchhardt, Heinz u.a. (Hg.): Europa-Historiker: Ein biographisches Handbuch, Göttingen 2006/2007, vol. 1–3.

    Gehler, Michael u.a. (Hg.): Europa – Europäisierung – Europäistik: Neue wissenschaftliche Ansätze, Methoden und Inhalte, Wien 2009.

    Horel, Catherine: Cette Europe qu'on dit centrale: Des Habsbourg à l'intégration européenne: 1815–2004, Paris 2009.

    Karady, Victor: Gewalterfahrung und Utopie: Juden in der europäischen Moderne, Frankfurt 1999.

    Klingenstein, Grete (Hg.): Europäisierung der Erde? Studien zur Einwirkung Europas auf die außereuropäische Welt, München 1981.

    Köpke, Wulf u.a. (Hg.): Das gemeinsame Haus Europa: Handbuch zur europäischen Kulturgeschichte, München 1999.

    Nolde, Dorothea u.a. (Hg.): Grenzüberschreitende Familienbeziehungen: Akteure und Medien des Kulturtransfers in der Frühen Neuzeit, Köln u.a. 2008.

    Nouschi, Marc: Petit atlas historique de la culture en Occident, Paris 2009.

    Schmale, Wolfgang: Geschichte Europas, Wien 2001.

    Vietta, Silvio: Europäische Kulturgeschichte: Eine Einführung, München 2005

    Anmerkungen

    1. ^ Grundlegend: Vietta, Europäische Kulturgeschichte 2005; Schmale, Geschichte Europas 2001. Kartenmaterial: Nouschi, Petit atlas historique 2009.
    2. ^ Vgl. Gehler u.a., Europa 2009.
    3. ^ Weiterführend z.B. Compagnon u.a., L'Esprit de l'Europe 1993; Köpke u.a., Das gemeinsame Haus 1999.
    4. ^ Klingenstein, Europäisierung der Erde? 1981.
    5. ^ Die wichtigste Unterscheidung zwischen Strukturem und Kulturem besteht darin, dass ein Strukturem eine identitäre Potenz aufweist, während ein Kulturem eine identitäre Essenz besitzt. Historisch betrachtet kann aus der identitären Potenz eine identitäre Essenz erwachsen. Die identitäre Essenz kann sich im Lauf der Zeiten verändern. "Identitär" verweist auf personelle und räumliche Konnotationen, die mit einem Kulturgut eventuell verbunden werden. Sie sind von anderen funktionalen Eigenschaften, die die Identität eines Kulturguts ausmachen, zu unterscheiden. Die Identität eines Schiffs, eines Stuhls oder Tischs, einer Verfassung, einer Grammatik usw. ist, was es/ihn/sie als solche/s/n im Unterschied zu anderen Kulturgütern beschreibbar macht. Diese Identität ist substantial. Personelle oder räumliche identitäre Konnotationen wie "portugiesisch", "adlig", "höfisch", "hansisch", "wienerisch" etc. sind differenzierende kulturelle Zugaben, die Abgrenzungen gegenüber einem "Anderen" markieren. Diese Abgrenzungen sind nicht a priori zwingend, sondern entstehen unter bestimmten, aber höchst variantenreichen Bedingungen, mit denen sich die Kulturtransferforschung auseinandersetzt. Die Bedingungen, unter denen sie entstehen, sind sowohl auf der Rezipienten- wie der Senderseite zu suchen, in der Zielkultur ebenso wie in der Ausgangskultur. Sie bezeichnen nicht-universale "Herkunftsidentitäten". Kultureme sind kleinste bzw. kleine oder größere und sehr umfassende ideelle sowie materielle Kulturprodukte, denen kollektive Herkunftsidentitätsmerkmale eigen sind bzw. im Zuge von Transferprozessen zugewiesen werden. Sie sind sozial (kleine oder große Kollektive) und geographisch radiziert. Die Herkunftsidentitätskonnotation ist für das Kulturem entscheidend. Bei einem Kulturem des 18. Jahrhunderts wie der "constitution d'Angleterre" ist die Herkunftsidentitätskonnotation "d'Angleterre" auf keinen Fall austauschbar. Angleterre oder anglais steht für eine als solche wahrgenommene kulturelle Herkunftsidentität, die zur Essenz dieser als Modell beschworenen "constitution" dazugehört, sodass im Endeffekt nur jene soziopolitischen Strukturinstitutionalisierungen die kategoriale Bezeichnung "constitution" oder "Verfassung" erhielten, die diesem Modell entsprachen. Das Kulturem zeichnet sich durch eine identitäre Essenz, die personell-räumlich konfiguriert ist, aus. Strukturem bezieht sich auf ideelle und materielle Kulturgüter, denen eine identitäre Potenz eignet, die aber keine identitäre Essenz besitzen. Ein Beispiel: Die Buchdrucktechnik ist um 1520 ein allgemein-europäisches Strukturem. Sie wurde, damals wahrscheinlich weniger als heute, mit einer einzelnen Person als Erfinder, nämlich Johannes Gutenberg (1400–1468), einem Deutschen, in Verbindung gebracht. Gutenberg als "Deutscher" verweist auf eine Kollektividentität, die "der Deutschen". Das Kulturgut Buchdrucktechnik war höchstens schwach personell oder kollektiv identitär konnotiert und kann daher als Strukturem bezeichnet werden. Es waren auch zu viele Sozialgruppen am Kulturgut Buch beteiligt, als dass hierüber eine kollektive identitäre Konnotation anzusetzen wäre. Ein anderes Beispiel: Spielte bei den spätgotischen Bauten in Krakau oder in der Zips (heute Slowakei) noch eine Rolle, dass der gotische Stil in der Île-de-France erfunden worden war? Wenn nein, so handelt es sich beim (spät-)gotischen Stil um ein Strukturem, bei dem die identitäre Konnotation in Europa nebensächlich oder gar nicht (mehr) vorhanden war. Bei der Bestimmung, ob wir es mit einem Strukturem oder einem Kulturem zu tun haben, spielt die jeweils zeitgenössische Weltsicht eine Rolle, da identitäre Konnotationen und Essenzen keine objektiven Gegebenheiten sind, sondern zugewiesen, konstruiert oder als solche wahrgenommen werden. Freilich wird die so entstandene Herkunftsidentität dann zumindest für einen mehr oder weniger langen Zeitraum als etwas objektiv Gegebenes, als unverrückbar und nicht hinterfragbar angenommen. Ideelle und materielle Kulturgüter werden oft mit einem Geburtsvorgang und darüber mit bestimmten Personen (oder einer Person), einem Kollektiv und einem bestimmten geographischen Raum verbunden. Zugleich stellen sie Güter dar, die aus Strukturen, die im Vergleich zu den namhaften Urhebern anonym sind, hervorgehen. Ohne die Unterscheidung zwischen Kulturem und Strukturem überdehnen zu wollen, können Struktureme vor allem im Kontext von Europäisierungsprozessen verortet werden, während Kultureme in der transkulturellen Geschichte eine Hauptrolle spielen. In letzterer bleibt die Herkunftsidentität wichtig und macht gewissermaßen den Reiz der kulturellen Transfers für alle Beteiligten aus.
    6. ^ Exemplarisch: Dmitrieva, Italien in Sarmatien 2008; Nolde u.a., Grenzüberschreitende Familienbeziehungen 2008.
    7. ^ Braudel, Modell Italien 1999.
    8. ^ Der Europäizität und dem Anteil Ostmitteleuropas an den Europäisierungen ist eine lange Debatte gewidmet. Vieles davon ist zusammengefasst bei: Horel, Cette Europe 2009.
    9. ^ Kritisch: Beaurepaire, Le mythe 2007.
    10. ^ Bourel, Moses Mendelssohn 2004.
    11. ^ Karady, Gewalterfahrung 1999.
    12. ^ Überblick: Duchhardt u.a., Europa-Historiker 2006/2007.

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    Fachherausgeber:Editor: Wolfgang Schmale
    Redaktion:Copy Editor: Jennifer Willenberg


    Indices



    ZitierempfehlungCitation

    : Europäisierungen, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz European History Online (EGO), published by the Leibniz Institute of European History (IEG), Mainz 2010-12-03. URL: http://www.ieg-ego.eu/schmalew-2010b-de URN: urn:nbn:de:0159-20101011139 [JJJJ-MM-TT][YYYY-MM-DD].

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